Stark im Beruf

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Die ersten Schritte ins selbstbestimmte Leben in der neuen Heimat

29.06.2018

Heute feierten  Mütter, Lehrerinnen und Leiterinnen des Projekts „Stark im Beruf – Mütter mit Migrationshintergrund steigen ein“, den Abschluss des sechsten Durchgangs unseres  Orientierungskurses, den kargah speziell für diese Zielgruppe entwickelt hat.

Vier Monate lang haben die Frauen Unterricht in berufsbezogenem Deutsch, EDV, Bewerbungstraining und viel Aufmerksamkeit für alltagsrelevante Themen genossen, begleitet von individuellem Coaching, Ausflügen und Besuchen bei anderen Einrichtungen. Sie haben gelernt ihre eigenen Bewerbungsunterlagen zu erstellen und sich aktiv um einen Praktikumsplatz zu bemühen. Viele konnten im Rahmen eines acht-wöchigen Praktikums Wege suchen (und finden!), Familie und Beruf zu vereinbaren. Aber vor allem haben sie einen positiven Blick auf sich selbst und ihre eigenen Ressourcen entwickeln können. Die Resultate sind erfreulich und alle Beteiligten äußerst zufrieden.

Für die 35jährige Shirin, eine begeisterte Bäckerin, ist ein Traum in Erfüllung gegangen. Sie hat ein Angebot in einem kleinen Café angenommen und arbeitet dort als Allroundkraft. Zu ihren Tätigkeiten gehören Torten backen, bedienen, kochen, und viele andere Dinge, die zum täglichen Betrieb eines Cafés gehören.

Svetlana (34), die in Moskau ein Diplom in Organisations- und Personalmanagement erworben hat, ist endlich eine Chance geboten worden ihren Beruf auszuüben. Die Firma, bei der die hochmotivierte junge Frau das Praktikum absolviert hat, unterbreitet ihr ein Einstiegsangebot. Um es anzunehmen bräuchte sie nur eine kleine zusätzliche Trainingsmaßnahme, die hoffentlich durch das Jobcenter unterstützt wird.

Elena (44), hochqualifizierte Ökologie-Ingenieurin aus Russland, die nach einer langen Familienzeit gern wieder in ihren Beruf einsteigen würde, hat ihr Praktikum in einem kleinen Verein gemacht, der sich mit Themen des Umweltschutzes auseinandersetzt. Sie hat Vorträge und Präsentationen zum Thema Wasser und regionale Produkte zusammengestellt, die sehr gut aufgenommen wurden. Wir haben miterlebt, wie schwierig es sich gestaltet, auch mit hervorragenden Qualifikationen ein Praktikum in einer größeren Firma zu ergattern. „Die wollen in erster Linie junge Studenten“, sagt sie. Die UESTRA hat ihr nun ein Praktikum in einem neuen umweltbezogenen Projekt in Aussicht gestellt. Wir drücken ihr die Daume, dass es klappen wird.

Antoniya (43) die ihr Praktikum bei einem ambulanten Pflegedienst gemacht hat, der sie gern behalten würde, möchte eine Qualifizierung als Altenpflegehelferin machen, um sich eine Zukunft aufzubauen. Auch hier hoffen wir auf vorübergehende Unterstützung durch das Jobcenter, das sich dem Projekt als Kooperationspartner verschrieben hat.

Eine Qualifizierung als Seniorenbetreuerin strebt Juliana (33) an, die in einer Tageseinrichtung für Senioren gute Erfahrungen gesammelt und ihre Fähigkeiten entdeckt hat.

Natalia (42), Freiberufliche Künstlerin und Illustratorin, hat einen großen Schritt gewagt, eingefahrene familiäre Gleise zu verlassen, um noch einmal neu anzufangen. Ihr Praktikum hat sie beim Cameo Collektiv als Illustratorin gemacht und kann dort auch weiterhin mitwirken.

Auf der Abschlussfeier erhielten wir viele positive Kommentare. Die Frauen haben durch den Kurs viel Ermutigung erfahren, im Praktikum nützliche Erfahrungen gesammelt und gute bis sehr gute Bewertungen von Seiten der Praktikumsbetriebe erhalten. Malgorzata (47), von Beruf Bibliothekarin, die ihr Praktikum in einer Stadtbücherei absolviert hat, bewies noch einmal ihre kreativen Fähigkeiten in Form von selbst arrangierten Blumengebinden, die sie  als Geschenke den Kursbetreuerinnen überreichte (siehe Foto).  Begeisterung rief die von Shirin liebevoll und fantasiereich gebackene und verzierte Torte hervor (siehe Foto), die nach der Ausgabe der Zertifikate mit Genuss von allen Anwesenden verzehrt wurde.

Diese Feier soll für die Frauen nicht die letzte Begegnung mit dem Verein kargah gewesen sein. Malgorzata erzählt, dass sie sich hier als Mensch und als Frau mit migrantischen Wurzeln ernst genommen und akzeptiert gefühlt hat. Sie empfiehlt allen Müttern, die sich allein gelassen fühlen und Schwierigkeiten haben, in der Gesellschaft anzukommen, einen solchen Kurs zu besuchen. Weitere Zusammenkünfte werden folgen und natürlich sind die Frauen jederzeit zu Beratungen oder gemeinsamem Erfahrungsaustausch bei einer Tasse Tee willkommen.

Anmerkung: Das Programm „Stark im Beruf – Mütter mit Migrationshintergrund steigen ein“ wird vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und dem europäischen Sozialfonds gefördert

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