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Moria evakuieren- jetzt! - Eine Stellungnahme

Seit Monaten und Jahren prangern Expert*innen, Ärzt*innen, Migrant*innenorganisationen und Hilfsorganisationen wie Pro Asyl und medico international die menschenunwürdigen Lebensverhältnisse der Geflüchteten im Camp Moria auf Lesbos an und fordern eine Evakuierung des Lagers. In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch hat ein Brand das Lager nun völlig verwüstet und die fast 13.000 Menschen obdachlos gemacht. Offizielle Informationen über Verletzte und Tote unter den Brandopfern gibt es derzeit noch nicht.

Es ist nicht der erste, aber der schlimmste Brand in dem völlig überfüllten Lager, welches ursprünglich für 2.800 Menschen errichtet wurde. Nicht erst seit dem Ausbruch des Coronavirus in Europa fordern internationale Menschenrechtsorganisationen die Aufnahme der Geflüchteten in Deutschland und anderen europäischen Ländern. Doch dass die fast 13.000 ohnehin durch die Flucht schon geschwächten Menschen im Lager durch die räumliche Enge und den Mangel an Hygienemitteln einem hohen Infektionsrisiko ohne ärztliche Versorgung ausgesetzt sind, hat die EU nicht dazu veranlasst zu handeln und die Schutzbedürftigen aufzunehmen!

Kurz vor dem Brand am Dienstag wurde das Lager unter Quarantäne gestellt, da mindestens 35 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet wurden, die nun unter den 13.000 obdachlosen Geflüchteten nach Schutz suchen.

Es ist beschämend, dass die Bundesregierung und die anderen EU-Mitgliedstaaten das Elend der Menschen in dem Camp schon so lange hinnehmen. Während eine Vielzahl von Städten und Kommunen schon seit Monaten signalisiert: „Wir haben Platz!“, blockiert Innenminister Horst Seehofer die Aufnahme der Geflüchteten auch jetzt noch.

Dass auch Bundeskanzlerin Angela Merkel nun, nach der Brandkatastrophe immer noch auf eine europäische Lösung pocht und nur 928 Menschen aufnehmen will, ist nicht mehr hinnehmbar. Wir fordern eine sofortige Evakuierung des Lagers auf Lesbos sowie aller anderer Aufnahmelager und die Verteilung der Schutzsuchenden auf Deutschland und andere europäische Länder.

kargah e. V. – Verein für interkulturelle Kommunikation, Flüchtlings- und Migrationsarbeit

 

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