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Das Nds. Krisentelefon gegen Zwangsheirat geht mit neuem Projekt an den Start!

Das Nds. Krisentelefon gegen Zwangsheirat geht mit neuem Projekt an den Start!
 
Seit diesem Jahr erweitert das Team seine Arbeit um das „Präventionsprojekt zur Förderung des Opferschutzes und der Bewältigung von Gewalterfahrungen für von patriarchaler Gewalt und Zwangsheirat bedrohter und betroffener Paare.“

Hierbei handelt es sich um die inhaltliche Fortführung des dreijährigen Projekts „Beratung und Hilfen für von ehrbezogener Gewalt und Zwangsheirat bedrohter und betroffener Paare“, bei welchem weitere Handlungsbedarfe durch die Arbeit mit von Zwangsheirat Betroffenen herausgearbeitet werden konnten. Das Projekt umfasst neben der Beratungsarbeit auch Schulungen von Fachkräften, um auf das Thema Zwangsheirat aufmerksam zu machen und wichtige Akteur*innen in dem Leben der Betroffenen zu sensibilisieren und handlungssicher zu machen. Weiterhin gibt es auch Workshopangebote für junge Mädchen und Frauen oder Bildungsangebote in Schulen.

Mit der Projekterweiterung konnte auch das Team des Nds. Krisentelefon gegen Zwangsheirat wachsen. Wir freuen uns die neuen Kolleginnen begrüßen zu können und sehen in der Vergrößerung des Teams auch die gesellschaftspolitische Wichtigkeit des Themas Zwangsheirat repräsentiert.

Zwangsheirat hat keine Sommerferien/ Gefahr von Auslandsverschleppungen in den Schulferien

Im Zuge des Newsletters möchten wir auch die Gelegenheit nutzen, um auf ein in unserer Arbeit wichtiges Thema aufmerksam zu machen: anlässlich der bevorstehenden Sommerferien möchten wir insbesondere Lehrkräfte und pädagogische Mitarbeiter*innen präventiv auf die Gefahr der Ferienverheiratung hinweisen. In den genannten Berufsgruppen sehen wir einen hohen Anknüpfungspunkt bei möglichen Betroffenen, da sie im täglichen Austausch mit ihnen sind und darin die Chance besteht, dass sie sich an eine Vertrauensperson wenden, wenn sie befürchten, zur Zwangsehe in den Ferien ins Ausland verschleppt zu werden. Oft ahnen die Mädchen den Grund der Auslandsreise, da es in ihren Familien bereits zu Zwangsehen gekommen ist oder weil die Eltern ihr Vorhaben ankündigen. Ist die Jugendliche bereits ins Ausland ausgereist, ist eine Rückführung nur schwer möglich – daher ist es wichtig, frühzeitig zu handeln!

Bei bevorstehender Zwangsehe oder geplanter Auslandsverschleppung können Sie sich wie folgt zu einer kostenlosen und anonymen Beratung an uns wenden:

Wir beraten niedersachsenweit mehrsprachig Frauen* und Mädchen*, Männer* und Jungen*, sowie Paare und Fachkräfte. Das Krisentelefon GEGEN Zwangsheirat ist unter der Telefonnummer 0800 0667888 oder über die Adresse Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! zu erreichen. Unsere telefonischen Sprechzeiten sind jeweils von Montag bis Donnerstag 9-16 Uhr, sowie am Freitag von 9-13 Uhr.

Bei (erzwungener) Ausreise der Betroffenen sollten u.a. folgende Vorsichtsmaßnahmen getroffen werden:

- Kopie des Passes anfertigen oder wenn möglich, den Pass bei sich behalten
- ein von der Betroffenen verfasstest Schriftstück sollte einer Vertrauensperson übergeben werden. Darin soll der Wunsch nach Deutschland zurückzukehren und nicht im Ausland heiraten zu wollen festgehalten sein, ebenso wie ihr Aufenthaltsort im Ausland und Deutschland
- Mitnahme von (Prepaid-)Handy und Bargeld
- Kontaktadressen von Frauenhäusern/ Frauenrechtsorganisationen vor Ort und in Deutschland mitgeben!

Darüber hinaus ist es in diesen Fällen hilfreich, die Homepage der Koordinierungsstelle gegen Verschleppung und Zwangsverheiratung aufzurufen. Hier erhalten Fachkräfte wie auch Betroffene nützliche Hinweise in Fällen einer Auslandsverschleppung:
https://papatya.org/koordinierungsstelle-gegen-verschleppung/

Kein Mensch darf zur Ehe gezwungen werden!
Zwangsheirat ist eine Menschenrechtsverletzung und ein Verstoß gegen Artikel 1 und Artikel 6 des Grundgesetzes. Zwangsehen sind ganz klar verboten, auch nachzulesen im Strafgesetzbuch (§237).
Es gibt Möglichkeiten Hilfe, Schutz und Unterstützung zu bekommen. Vertraulich und anonym.

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Beratungsstellen für Betroffene von rechter Gewalt eröffnet

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